Osteoporose – Unser Skelett ist ein lebendiges System

Osteoporose betrifft viele Menschen – oft, ohne dass sie es bemerken.
Hier erfahren Sie, wie die Krankheit entsteht, wer besonders gefährdet ist und was zur Vorbeugung und Behandlung beitragen kann.

Was ist osteoporose?

Der schleichende Verlust der Knochensubstanz

Etwa bis zum 30. Lebensjahr bauen wir Knochenmasse auf. Diese bleibt im Normalfall bis ca. zum 50. Lebensjahr konstant, danach nimmt sie auch beim gesunden Menschen ab. Ist der Abbau stärker als „normal” und auch die Feinstruktur des Knochens gestört, spricht man von Osteoporose. Osteoporose ist die häufigste Erkrankung des Knochenstoffwechsels und kann lange unbemerkt bleiben. Experten schätzen, dass in Österreich ca. 370.000 Frauen und 90.000 Männer betroffen sind.

Arten der Osteoporose

Osteoporose ist nicht gleich Osteoporose

Die Querschnittslähmung verursacht insbesondere bei einem kompletten Ausfall der motorischen Funktionen einen plötzlichen und extremen Verlust der durch die Muskulatur auf den Knochen übertragenen mechanischen Kräfte. Aufgrund der fehlenden Verformungen des Knochens erfolgt entsprechend der Mechanostat-Therapie ein sofort einsetzender und extremer Knochenabbau, der zu einer Osteoporose sowie einem erhöhten Risiko von Frakturen ohne adäquates Trauma führt. Neben der fehlenden Muskelaktivität werden auch weitere Faktoren wie zum Beispiel eine Atrophie des vaskulären Systems und eine Gewebeazidose für die Verminderung der Knochendichte diskutiert. Eine pharmakologische Therapie z.B. mit Bisphosphonaten kann bei aktuell noch sehr eingeschränkter und widersprüchlicher Datenlage nicht allgemein empfohlen werden. Die Anwendung mechanischer Kräfte durch Stehen/Gehen mit Hilfsmitteln oder funktioneller Elektrostimulation (FES) kann zu einer Verlangsamung und Verminderung des Knochenabbaus führen.

WIE ENTSTEHT OSTEOPOROSE?

Charakteristika der Erkrankung

Das Krankheitsbild der Osteoporose ist durch einen Verlust an Knochenmasse, Knochenarchitektur und Knochenfestigkeit charakterisiert. Dieser Verlust ist Folge einer Störung des physiologischen Knochenumbaus (Remodelings) in Richtung einer verstärkten Knochenresorption. Häufig ist nicht nur die Knochenresorption gesteigert, sondern zusätzlich die osteoblastäre Knochenformation eingeschränkt.
Wie wird Osteoporose behandelt?

Prophylaxe

Eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D sowie gezielte hormonelle Maßnahmen können helfen, den Knochenabbau frühzeitig zu bremsen und das Risiko osteoporotischer Frakturen zu senken.

Nicht-medikamentöse Prophylaxe

Sturz- und Sturzfolgen zu vermeiden und durch regelmäßiges Training mit Gewichts- und Widerstandsbelastung die Knochenfestigkeit zu erhalten, hilft Ihrer Knochenstruktur und dem Frakturrisiko gleichermaßen.

Spezifische Osteoporose Therapie

Wenn die Erkrankung bereits gesichert ist, stehen Medikamente zur Verfügung, die gezielt zur Reduktion des Frakturrisikos eingesetzt werden.